Wasser Entkeimung

Wasserentkeimung ist über verschiedene Hilfsmittel erreichbar. Mir ist der chemische Weg, UV-Bestrahlung, MMS, und der natürliche Weg durch Verdampfung bekannt. Natürlich gibt es auch weitere technische Hilfsmittel (Geräte) Auf diese werden wir auf dieser Seite nicht weiter eingehen.

Die einzelnen Wege schauen wir uns im Folgenden an:


Mikropur

Micropur Classic wird nur verwendet um Trinkwasser für 6 Monate haltbar zu machen. Das heisst man füllt aus einer sicheren Quelle Trinkwasser in einen sauberen Tank. Damit sich keine Bakterien im Trinkwasser bilden können, verwendet man Micropur Classic. Somit schützt man das Trinkwasser vor Verkeimung und es bleibt bis zu 6 Monate lang frisch.
Es wird nicht zur Wasserentkeimung verwendet sondern nur zur Wasserkonservierung!

Typische Anwendungsgebiete sind Camping, Wohnmobil, Boote und sonstige Wassertanks und Wasserbehälter.

Micropur Forte wird zur Wasserentkeimung bei unsicheren Quellen verwendet. Es desinfiziert klares Leitungs-/Quellwasser schnell und sicher.
Der sprudelnde Bergbach sieht meist überaus erfrischend aus. Seine Wasserqualität hingegen lässt oft zu wünschen übrig. Auch klare Bäche und Seen können mit Krankheitserregern belastet sein. Generell gilt:
Zur Prophylaxe oder bei Verdacht auf Viren empfiehlt es sich immer, Micropur Forte einzusetzen.
Durch die Oxidationswirkung von Chlor werden neben Bakterien auch Viren und die meisten Protozoen und Pilze eliminiert.
Genauso wird dann das Wasser mittels Silberionen für 6 Monate haltbar gemacht.

Typische Anwendungsgebiete sind Wandern, Trekking sowie alle Outdoor Aktivitäten.

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Steripen

Der SteriPEN ist ein handlicher Stab mit einer UV-Lampe an der Spitze. Diese taucht man für rund 90 Sekunden in eine Trinkflasche mit dem Wasser, das man entkeimen will, rührt dabei permanent um – und schon ist es trinkbar.

Die Vorteile liegen vor allem in der Einfachheit, mit der man sein Wasser aufbereiten kann. Außerdem kommt der SteriPEN vollkommen ohne Chemie aus. Das ist sehr sinnvoll, da man die für den Durchfall verantwortlichen Keime ja nicht unbedingt durch gesundheitsschädliche Gifte ersetzen will! Anders als Wasserfiltersysteme benötigt der SteriPEN nahezu keine Pflege. Nach der Benutzung trocknet man die UV-Lampe mit einem Tuch ab, steckt die Schutzhülle wieder drauf und damit ist alles erledigt.

Die Entkeimung des Wassers funktioniert nach einem ebenso einfachen wie genialen Prinzip. Konzentrierte UV-Strahlung tötet alle Arten von Mikroorganismen, Keimen, Bakterien, Protozoen und ähnliches ab, ohne sich auf die Qualität des Wassers selbst auszuwirken.

Der Hersteller gibt an, dass mehr als 99,9% aller Kleinstlebewesen abgetötet werden. Am besten funktioniert ein SteriPEN natürlich in klarem Wasser, doch die entkeimende Wirkung tritt auch dann noch ein, wenn das Wasser durch Schlamm oder andere Schwebstoffe leicht getrübt ist.

Wichtig ist jedoch, dass ein SteriPEN keine Gifte und Chemikalien entfernen kann, sondern nur Kleinstlebewesen. Wer mit einem SteriPEN unterwegs ist, sollte daher darauf achten, dass er möglichst reines Wasser erwischt, das zuvor nicht durch eine Stadt, eine Müllhalde, durch landwirtschaftliche Felder oder Industriegebiete geflossen ist.
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MMS

Die Amerikanische Gesellschaft für Analytische Chemie bescheinigte 1999 dem Wirkstoff Chlordioxid, der wirksamste Bakterienkiller in der Geschichte der Menschheit zu sein. Chlordioxid enthält hundertmal mehr Energie als reiner Sauerstoff – greift aber nur Erreger oder kranke Zellen an.

Nur zehn Tropfen dieser aktivierten mineralischen Substanz reichen schon aus, um 100 Liter Wasser im Laufe eines Tages zu entkeimen! Heute wird in vielen Ländern, unter anderem Australien und USA, Chlordioxid in der Lebensmittelindustrie, zur Wasseraufbereitung und zur Sterilisation von Oberflächen in Großküchen und in Krankenhäusern eingesetzt. Viele Länder setzen bei der Trinkwasserentkeimung ihres Wassersystems statt auf Chloridierung auf das wesentlich ungefährlichere Chlordioxid. Neuseeland hat 2003 seine Lebensmittelstandardvorschriften geändert und die äußerliche Desinfektion von Fisch, Fleisch und Geflügel, Obst und Gemüse mit Natriumchlorit genehmigt, weil bei dieser Vorgehensweise keine Spuren der Chemikalie mehr im Produkt nachweisbar sind und kein toxikologisches Risiko mehr besteht.

In einer Ausnahmesituation wie einer echten Krise, wo Wasser schwer zu finden ist und dann möglicherweise durch Keime belastet, ist ein Fläschchen MMS unbezahlbar – im Zweifelsfall lebensrettend. Auch bei Wunddesinfektion oder zum Entkeimen von Kochgeschirr und Essbesteck, Geschirr und Gläsern Tassen etc. im Falle einer Epidemie, wie sie in Notzeiten leicht ausbrechen kann, ist auf MMS Verlass. Allein deshalb gehören ein paar Flaschen dieses Mittels unbedingt zur Grundausrüstung für den Krisenfall.

Quelle


Wasserentkeimen durch abkochen

Der bewährte Klassiker – Topf auf die Flamme stellen, Wasser mindestens 10 Minuten sprudelnd kochen lassen und fertig ist das Trinkwasser.

Abkochen entfernt weder Schwebstoffe noch die meisten Chemikalien. Ein- und Mehrzeller, Bakterien und Viren werden zuverlässig abgetötet. Das Wasser sollte hierzu mindestens 10 Minuten sprudelnd kochen, der Energieverbrauch ist also sehr groß. In großen Höhen sinkt der Siedepunkt von Wasser (90 C auf 3000 M Höhe), im Hochgebirge werden Bakterien (< 80 Grad) also nicht unbedingt unschädlich gemacht. Auch überstehen einige Einzeller relativ hohe Temperaturen.

Sicherer ist über dem Topf eine Plane (am besten Rettungsdecke) spannen. Die Plane an einer Stelle mit z.B. einem Stein beschweren, so dass verdampfendens Wasser in einem Behälter aufgefangen werden kann.Da ich nun destilliertes Wasser gewonnen habe, das Wasser mit kleiner Menge Vulkangestein (Bentonite oder Zeolith) anreichern. Besser noch eine kleine Menge (1/2 - 1 Teelöffel) Halitsole, um das Wasser wieder mit Mineralstoffen anzureichern.


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